..aufs Land (zurück) ziehst
Es begann letzte Woche. In mir wuchs der Drang noch schnell, bevor wir wegziehen, dies und das zu machen. Nochmal essen gehen, nochmal schwimmen gehen, nochmal nutzen, dass man ja so dicht hier dran oder dort dran wohnt.
Was genau wir gemacht haben oder machen wollen ist fast unwichtig, weil man all diese Dinge garantiert auch woanders machen kann.
Wichtig für mich war nur die Erkenntnis, dass ich mich bei jeder Aktivität dabei erwischte wie ich dachte, boah ein Glück ist das jetzt nicht mehr ein Problem von mir, ein Glück bin ich bald hier weg, ein Glück geht es uns bald besser.
Ich erlebte in letzter Zeit die Wohnungsnot vieler wieder intensiver und freue mich darüber bald in unserem Haus zu wohnen.
Wir mussten in volle Bahnen mit den Kindern. Wir wurden gequetscht und ich sah andere Menschen, die in Panik ausbrachen, weil diese Enge und dieses Gedränge belastend für sie war. Es stank, die Luft war dick und alle hatten schlechte Laune. Ich kann all diese Umstände leichter ertragen, jetzt wo ich weiß, dass wir uns dessen bald nicht mehr aussetzen müssen.
Ich werde dennoch jetzt noch alles machen worauf ich Lust habe und dann pack ich unsere Sachen und ziehe mit einem Lächeln aufs Land.
Landflucht
Eine kleine Familie flüchtet aus der Großstadt aufs platte Land. Ausgang offen....
Donnerstag, 28. März 2019
Das liebe Geld
Finanzierung
Schon allein das Wort find ich extrem unsexy.
Ach ich hasse es schlichtweg.
Dieser gezwungene Umgang mit Geld.
Mir wäre es lieber es gäbe gar kein Geld.
Wir haben uns mit meinen Brüdern einigen können und wenn es kein Geld gäbe, dann würden wir jetzt einfach in das Haus ziehen, es uns da schön machen und gut. Meine Brüder haben an anderen Dingen meines Vaters Interesse und wir gönnen uns es uns gegenseitig, aber nein nun müssen die Teile des Hauses, die nicht mir gehören, gekauft werden.
Und wenn man eh immer jeden Euro (ich behaupte nun nicht jeden Cent) gut überlegen muss und eben kein Geld für Extraausgaben hat und erst recht kein Geld zurück legen konnte, dann kann man sich auch kein Haus kaufen.
Das heißt wir trotteten zu Banken und bettelten um Geld. Aber da gibt es ja den lieben Haken, dass man nicht in einer Probezeit stecken darf, wenn man einen Kredit möchte.
Hmm ja, aber wenn man 120km weit weg zieht, dann wechselt man ja oft den Arbeitsplatz und ja dann ist man zwangsläufig in einer Probezeit. Über die Unsinnhaftigkeit warum man deshalb uns keinen Kredit geben kann, obwohl wir trotzdem die Kreditrate zahlen könnten, möchte ich mich nicht erneut aufregen.
Nun ist es eben so, dass wir aufs Land ziehen, ohne das Haus gekauft zu haben.
Es uns nicht schön machen können, nichts im Haus kaputt gehen darf, wir sehr sehr sparsam leben müssen und alles auf Schwarz setzen, auf die schwarze Zahl, die hoffentlich auf dem Kontoauszug steht, wenn die Probezeit rum ist.
Schon allein das Wort find ich extrem unsexy.
Ach ich hasse es schlichtweg.
Dieser gezwungene Umgang mit Geld.
Mir wäre es lieber es gäbe gar kein Geld.
Wir haben uns mit meinen Brüdern einigen können und wenn es kein Geld gäbe, dann würden wir jetzt einfach in das Haus ziehen, es uns da schön machen und gut. Meine Brüder haben an anderen Dingen meines Vaters Interesse und wir gönnen uns es uns gegenseitig, aber nein nun müssen die Teile des Hauses, die nicht mir gehören, gekauft werden.
Und wenn man eh immer jeden Euro (ich behaupte nun nicht jeden Cent) gut überlegen muss und eben kein Geld für Extraausgaben hat und erst recht kein Geld zurück legen konnte, dann kann man sich auch kein Haus kaufen.
Das heißt wir trotteten zu Banken und bettelten um Geld. Aber da gibt es ja den lieben Haken, dass man nicht in einer Probezeit stecken darf, wenn man einen Kredit möchte.
Hmm ja, aber wenn man 120km weit weg zieht, dann wechselt man ja oft den Arbeitsplatz und ja dann ist man zwangsläufig in einer Probezeit. Über die Unsinnhaftigkeit warum man deshalb uns keinen Kredit geben kann, obwohl wir trotzdem die Kreditrate zahlen könnten, möchte ich mich nicht erneut aufregen.
Nun ist es eben so, dass wir aufs Land ziehen, ohne das Haus gekauft zu haben.
Es uns nicht schön machen können, nichts im Haus kaputt gehen darf, wir sehr sehr sparsam leben müssen und alles auf Schwarz setzen, auf die schwarze Zahl, die hoffentlich auf dem Kontoauszug steht, wenn die Probezeit rum ist.
Freitag, 15. Februar 2019
Wir können nicht schon wieder fragen
Puh wir gucken gerade wie wir den Umzug machen sollen. Leider sind wir erst vor einem halben Jahr umgezogen. Diese Zeitspanne ist viel zu kurz um im Gegenzug bei all unseren Helfern auch mindestens einmal etwas beigetragen zu haben. Und sowohl ich wie auch der Lord wollen unsere Freunde nicht erneut um Hilfe fragen.
Wir haben echt verdammt viel Scheiß und das ist echt niemandem zuzumuten, das alles nochmal zu schleppen. Wir würden uns furchtbar dabei fühlen.
Der erste Plan war ein Umzugsunternehmen zu beauftragen. Doch nachdem wir die Preislage gecheckt haben, ist diese Option schon ziemlich geschrumpft. Es ist einfach sehr teuer. Nun überlegen wir ob wir für zwei Tage einen Mini Lkw mieten, die Kinder zu Oma bringen und den ganzen Kram alleine schleppen.
An sich machbar, wenn auch anstrengend, aber ich hab ja diese beschissene Krankheit. Ob und wieviel ich schleppen kann, kann ich unmöglich vorher sagen, dass ist sehr tagesform abhängig. Hinzu kommt, dass wir den Lkw fahren müssen und wir beide seit Ewigkeiten nicht mehr gefahren sind und ich hab noch nie einen Lkw gefahren.
Noch eine Überlegung kam mir, dass man vielleicht nur 1/2 Helfer fragen könnte und die dann bezahlt?
Ich hasse Umzüge, wirklich. Zum Glück ist das das letzte Mal :)
Wir haben echt verdammt viel Scheiß und das ist echt niemandem zuzumuten, das alles nochmal zu schleppen. Wir würden uns furchtbar dabei fühlen.
Der erste Plan war ein Umzugsunternehmen zu beauftragen. Doch nachdem wir die Preislage gecheckt haben, ist diese Option schon ziemlich geschrumpft. Es ist einfach sehr teuer. Nun überlegen wir ob wir für zwei Tage einen Mini Lkw mieten, die Kinder zu Oma bringen und den ganzen Kram alleine schleppen.
An sich machbar, wenn auch anstrengend, aber ich hab ja diese beschissene Krankheit. Ob und wieviel ich schleppen kann, kann ich unmöglich vorher sagen, dass ist sehr tagesform abhängig. Hinzu kommt, dass wir den Lkw fahren müssen und wir beide seit Ewigkeiten nicht mehr gefahren sind und ich hab noch nie einen Lkw gefahren.
Noch eine Überlegung kam mir, dass man vielleicht nur 1/2 Helfer fragen könnte und die dann bezahlt?
Ich hasse Umzüge, wirklich. Zum Glück ist das das letzte Mal :)
Luft zum Atmen
Es gab ja viele Gründe warum ich das Dorf verlassen habe und es gab auch ein zwei Gründe warum ich nach Hamburg zog.
Einer war zb dass ich mich nicht auf dem Land, in dem Dorf in dem ich aufgewachsen bin, nicht entfalten konnte. Ich bin ein Mensch mit vielen Ideen und die kamen nicht wirklich gut an dort. Ich wollte interessante Menschen treffen und an ihnen wachsen.
Klar war ich lang in Hamburg und klar hab ich auch viel erlebt hier. Ich traf viele Menschen und meine Töchter sind hier geboren. Ich liebe Hamburg, aber zunehmend kommt mir der Gedanke, dass ich zurück zu meinen Wurzeln muss um mich zu finden und erfüllt zu fühlen. Ich denke Hamburg ist für viele gut und wichtig und sie entwickeln sich zusammen mit dieser schönen Stadt weiter, aber für mich ist die Großstadt zu eng, zu engstirnig, zu rasterhaft, zu klischeehaft und zu voll. Ich brauche mehr Platz, mehr Luft, mehr Ruhe und mehr für mich.
Ich habe natürlich auch Angst. Angst dass es nicht so sein wird. Dass ich mich langweile, mich einsam fühle und einigel. Das ich mich isoliere und irgendwann eingehe. Das sind die Horrorgedanken, die ich als Teenie schon hatte.
Mal sehen, was so kommt ;)
Einer war zb dass ich mich nicht auf dem Land, in dem Dorf in dem ich aufgewachsen bin, nicht entfalten konnte. Ich bin ein Mensch mit vielen Ideen und die kamen nicht wirklich gut an dort. Ich wollte interessante Menschen treffen und an ihnen wachsen.
Klar war ich lang in Hamburg und klar hab ich auch viel erlebt hier. Ich traf viele Menschen und meine Töchter sind hier geboren. Ich liebe Hamburg, aber zunehmend kommt mir der Gedanke, dass ich zurück zu meinen Wurzeln muss um mich zu finden und erfüllt zu fühlen. Ich denke Hamburg ist für viele gut und wichtig und sie entwickeln sich zusammen mit dieser schönen Stadt weiter, aber für mich ist die Großstadt zu eng, zu engstirnig, zu rasterhaft, zu klischeehaft und zu voll. Ich brauche mehr Platz, mehr Luft, mehr Ruhe und mehr für mich.
Ich habe natürlich auch Angst. Angst dass es nicht so sein wird. Dass ich mich langweile, mich einsam fühle und einigel. Das ich mich isoliere und irgendwann eingehe. Das sind die Horrorgedanken, die ich als Teenie schon hatte.
Mal sehen, was so kommt ;)
Samstag, 9. Februar 2019
Flucht 1.0
Mir wurde gesagt ich solle es doch nicht Flucht nennen, sonder es positiver sehen.
Ich hab drüber nachgedacht und ich denke, dass ich es nicht nur Flucht genannt habe, weil dies eine gewisse gemochte Dramatik inne hat, sondern auch weil Flucht etwas beschreibt was weh tut. Ein Weg ohne Rückweg, jedenfalls keine Rückkehr solange bis sich die Umstände nicht verändert haben, die zur Flucht führten.
Ich verlasse Hamburg ungern. Hamburg ist meine Wahlheimat. Die Umstände, die dazu führten warum ich in Hamburg strandete, waren für mich Lebensverändernd.
Ich, die wie eben schon erwähnte, die Dramatik liebt stand vor 13Jahren am Bahnhof in Dithmarschen und wartete auf den Zug nach Hamburg. Einen blauen Sack mit Kleidung in der einen Hand, meine zahme weiße Ratte auf der Schulter und eine Zigarette in der anderen. Ich blickte zurück ins Dorf und verbeugte mich (nein nicht in Gedanken, ich tat es wirklich) und verabschiedete mich aus meinem Heimatdorf. Ich wollte nie wiederkehren.
Ich blieb einige Jahre dem Dorfe fern, dann kam ich ab und zu zu Besuch. Spätestens als ich mit meinem ersten Mädchen schwanger war machte ich regelmäßig dort Urlaub. Und Schlussendlich komme ich nun wieder zurück? Verrückt wie das Leben so spielt.
Ok, bei meiner nächsten Ankunft muss ich das Dorf neu Begrüßen, wie macht man das denn? Wie begrüßt man denn jemanden den man nie wieder sehen wollte? Vielleicht sag ich zögerlich "Hi!" hoffe es hat mich vergessen und stell mich neu vor.
Ich hab drüber nachgedacht und ich denke, dass ich es nicht nur Flucht genannt habe, weil dies eine gewisse gemochte Dramatik inne hat, sondern auch weil Flucht etwas beschreibt was weh tut. Ein Weg ohne Rückweg, jedenfalls keine Rückkehr solange bis sich die Umstände nicht verändert haben, die zur Flucht führten.
Ich verlasse Hamburg ungern. Hamburg ist meine Wahlheimat. Die Umstände, die dazu führten warum ich in Hamburg strandete, waren für mich Lebensverändernd.
Ich, die wie eben schon erwähnte, die Dramatik liebt stand vor 13Jahren am Bahnhof in Dithmarschen und wartete auf den Zug nach Hamburg. Einen blauen Sack mit Kleidung in der einen Hand, meine zahme weiße Ratte auf der Schulter und eine Zigarette in der anderen. Ich blickte zurück ins Dorf und verbeugte mich (nein nicht in Gedanken, ich tat es wirklich) und verabschiedete mich aus meinem Heimatdorf. Ich wollte nie wiederkehren.
Ich blieb einige Jahre dem Dorfe fern, dann kam ich ab und zu zu Besuch. Spätestens als ich mit meinem ersten Mädchen schwanger war machte ich regelmäßig dort Urlaub. Und Schlussendlich komme ich nun wieder zurück? Verrückt wie das Leben so spielt.
Ok, bei meiner nächsten Ankunft muss ich das Dorf neu Begrüßen, wie macht man das denn? Wie begrüßt man denn jemanden den man nie wieder sehen wollte? Vielleicht sag ich zögerlich "Hi!" hoffe es hat mich vergessen und stell mich neu vor.
Mittwoch, 6. Februar 2019
Wie alles begann
Es ist ebenso traurig wie auch beruhigend, dass viele Dinge im Leben beginnen, wenn etwas anderes endet. In den ältesten Mythen und Religionen ist es schon so, und auch diesmal beginnt ein neuer Abschnitt meines/unseres Lebens mit dem Ende eines anderen Lebens.
Leider war dies das meines Vaters. Ganz plötzlich, ohne Vorwarnung starb mein Vater nach ganz kurzer Krankheit im Oktober 2018.
Wir waren gerade voll in den Halloween Vorbereitungen, wir lieben dieses Fest.
Ein Anruf der alles veränderte. Ich hab es noch nicht verarbeitet, ich glaub ich hab es noch nicht einmal bewertet oder angefangen es zu verarbeiten. Ich habe solch einen Verlust auch noch nie erlitten.
Meine zwei Brüder und ich standen ganz plötzlich vor Aufgaben, um die wir uns garnicht kümmern wollten. Unsere ,in Gedanken gesponnenen Zukunfstvisionen, bezogen auf unseren Vater ,sahen ganz anders aus. Ich zb dachte felsenfest, dass mein Vater so steinalt werden würde, dass er es noch schaffte meine dann Erwachsenen Töchter mit seinen Nörgeleien zur weißglut zu treiben.
Doch es kam anders.
Wir kämpften uns so durch. Eins nach dem anderen. Die Zeit verging und man verdrängte erfolgreich und lenkte sich mit den ganzen Herausforderung ab.
Auf dem Land aber stand das Haus. Das Haus in dem ich und meine Brüder groß geworden sind. An dem viele viele Erinnerungen hängen. Viele negative, traumatische Erinnerungen ebenso.
Das erstemal angesprochen hat es der Lord.
Er sah die Chance,die uns da geboten wurde, die ich noch garnicht sehen konnte. Wir redeten viel, hielten Rücksprache mit meinem und seinen Eltern und trafen dann die Entscheidung.
Wir ziehen (zurück) aufs Land!
Dienstag, 8. Januar 2019
Das Rudel
Das Rudel - so sind wir
Das Rudel besteht aus der kleinen , im Frühjahr 2018 geborenen, Lotti,
der älteren ,im Winter 2012 geborenen, Schwester Amy,
dem männlichem (Kleinen-) Teil des Rudels angehörigen, im Sommer 1980 geborenen, Landlord,
dem Alphaweibchen ,im Sommer 1986 geborenen, Mausi,
der Rumänischen Straßenhündin Loki,
der Pinkelproblem Katze Paula und dem alten und heimlichen Chef des Rudels Kater Suty.
Bis auf die Tiere haben die Rudelmitglieder zum Zwecke der Anonymität und zum Vorbeugen des "Oh man Mamaaa wie peinlich" Syndroms, hier geänderte Namen. Ähnlichkeiten mit Lebenden Personen ist Zufall.
Abonnieren
Posts (Atom)